Die Teststreifen messen die Konzentration im Harn

Das Kreatinin besteht als über die Nieren durch den Urin ausgeschiedenes Produkt des Stoffs Kreatin. Mit einem Kreatinin Teststreifen kontrollieren Interessierte, wie hoch sich die Kreatinin-Konzentration in ihrem Harn zeigt.

Welchen Sinn haben die Teststreifen?

Diese Teststreifen zur Bestimmung des Kreatinin-Wertes im Harn dienen der Kontrolle der Nierenfunktion. Bei Verdacht auf eine Fehlfunktion oder Störung der Nieren-Tätigkeit, besorgen sich die Betroffenen die Kreatinin Teststreifen beim Arzt oder in der Apotheke. Somit nehmen diese Artikel einen prophylaktischen Nutzen ein. Jedoch ersetzen sie im Fall einer tatsächlichen Fehlfunktion der Nieren nicht den Besuch beim Hausarzt.

 kreatininwert

Die Produktdetails zu den nützlichen Teststreifen

In der Regel bekommen Interessierte die Teststreifen aus dem Internet. Einige Anbieter versenden zu den Produkten zusätzliches Material. Dazu gehört beispielsweise ein Blutanalyse-Gerät. Mit diesem bestimmen die Verwender den Kreatinin-Gehalt im Vollblut sowie in Serum- und Plasmaproben. Die Kreatinin Teststreifen”Reflotron®” des Unternehmens Roche Diagnostics eignen sich für die Kontrolle der Kreatinin-Konzentration im Urin sowie im Blut.

Durch die Teststreifen erfolgt eine ausschließlich quantitative Bestimmung des Kreatinins im Harn. Das Endergebnis der Untersuchung gibt im Regelfall keine Auskunft über die Ursache eines hohen oder niedrigen Kreatinin-Spiegels. Das gesamte Probenvolumen umfasst 30 Mikroliter. Dabei liegt der eigentliche Messbereich bei 0,50 bis zehn Milligramm pro Deziliter. Um eine genaue Messung der Kreatinin-Konzentration mit dem Teststreifen durchzuführen, benötigen die Interessenten zwei bis drei Minuten Zeit.  Schlägt eine Untersuchung fehl, stellt dies kein Problem dar. In einer Packung befinden sich bis zu 30 Teststreifen, sodass die Betroffenen die Messung beliebig wiederholen. Relevanz erhält die richtige Lagerung dieser Artikel. Ein sicheres Ergebnis erhalten die Nutzer ausschließlich, wenn sie die Teststreifen trocken und im Warmen lagern. Das aufgedruckte Verfallsdatum beachten die Verwender zwingend. Zeigt sich dieses überschritten, besteht das Risiko einer fehlerhaften Messung.

 

Wann wenden Interessierte die Teststreifen an?

Die Kreatinin Teststreifen eignen sich vorrangig zur Überprüfung der Nierenfunktion. In einigen Fällen verschreiben Ärzte diese Produkte an Patienten mit einer Nierenschwäche. Hierbei dienen die Artikel der Diagnose und Verlaufskontrolle einer Nieren-Erkrankung. Diese Krankheit besteht als akute oder chronische Störung. Ebenso verwenden die Betroffenen diese Teststreifen zum Überwachen der Nierenfunktion während einer Dialyse.

 

Wie funktionieren diese Teststreifen?

Bei einer normalen Funktion der Nieren kommt es zu einer Kreatinin-Ausscheidung von bis zu 20 Milligramm am Tag. Befindet sich eine höhere Kreatinin-Konzentration im Harn, besteht der Verdacht auf eine Nierenschwäche. Die Kreatinin Teststreifen informieren frühzeitig über eine eventuelle Schädigung der Nieren. Mit dem Ergebnis wenden sich die Nutzer an ihren Hausarzt, der eine genaue Untersuchung veranlasst.

Um den Kreatinin-Gehalt im Harn zu messen, verwenden die Interessenten ausschließlich den Morgenurin. Dabei achten sie darauf, lediglich den Mittelstrahl-Urin auf den Teststreifen zu befördern. An diesen Harn gelangen die Betroffenen, wenn sie den Urinstrahl nach einem ersten Erleichtern anhalten und den folgenden Harn auf den Streifen geben. Nutzt der Anwender den ersten Tropfen Urin, kommt es bei der Messung zu einem ungenauen Mess-Ergebnis.

Die Kreatinin-Konzentration im Harn hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab. Erkennen die Betroffenen einen erhöhten Kreatinin-Spiegel, liegt nicht unbedingt eine eingeschränkte Funktion der Nieren vor. Weitere Gründe stellen dar:

  • eine körperlich schwere Arbeit,
  • der Genuss von zu viel Fleisch,
  • ein fortgeschrittenes Alter,
  • das Geschlecht
  • sowie eine verletzte Muskulatur.

 

Welche Vorteile bieten die Teststreifen?

Die Kreatinin Teststreifen überzeugen aufgrund ihres unkomplizierten Gebrauchs. Die Nutzer halten sich an die auf der Packung aufgedruckten Anweisungen. Abhängig davon, ob der Schnelltest den Kreatinin-Spiegel aus dem Blut oder dem Urin misst, geben die Interessenten eine Probe ab. Das Resultat erhalten sie in wenigen Minuten. Das erleichtert eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion.

 

Gibt es bei den Teststreifen Nachteile?

Nachteilig wirkt bei den Teststreifen, die das Kreatinin messen, das ungenaue Ergebnis. In einigen Fällen kommt es zu einer Verfälschung der Messungen. Treiben die Nutzer beispielsweise viel Sport, befindet sich mehr Kreatinin als im Normalfall im Urin. Zudem gibt es bei der Kreatinin-Konzentration im Organismus Unterschiede bei Männern und Frauen. Diese berücksichtigen die Teststreifen nicht. Speziell bei Kindern erfolgt die Messung ungenau und ist zum Teil beträchtlichen Schwankungen unterworfen. Ein weiterer Nachteil besteht in dem Fehlen einer Diagnose. Die Teststreifen weisen auf einen Mangel oder einen Überschuss an Kreatinin hin, klären aber nicht die Ursache. Somit dient der aus den Teststreifen erhaltene Wert ausschließlich als Parameter bei Verdacht auf eine Nierenschwäche. Eine beginnende Störung der Nieren zeigen die Teststreifen nicht an.

Die Kreatinin Teststreifen eignen sich im Verdachtsfall zum Messen der Kreatinin-Konzentration aus Blut- oder Harnproben. Jedoch verfälschen die Ernährung sowie vorliegende Krankheiten das Endergebnis, sodass der Wert ausschließlich als Parameter dient. Für eine genaue Untersuchung und eine eindeutige Diagnose suchen die Patienten ihren Hausarzt auf.

 

 

Redation: Anna Nilsson,

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