Kreatinin-Spiegel durch Therapie der Ursache des Anstiegs senken

Der Kreatinin-Spiegel gilt als Maß für die Funktionsfähigkeit der Niere. Liegt der Wert oberhalb des Referenzbereichs besteht Bedarf an geeigneten Maßnahmen, um ihn zu senken.

kreatinin_senken Ein erhöhter Kreatinin-Wert im Blut erfordert eine Therapie, um den Spiegel zu senken. Die Art der Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung, welche die zu hohen Befunde auslöst. Bei Kreatinin handelt es sich um die Ausscheidungsform von Kreatin.

Der Stoff übernimmt eine wichtige Rolle hinsichtlich der Kontraktion der Muskeln. Kreatinin besitzt keine Bedeutung für den Körper, weshalb er es über die Nieren mit dem Urin ausscheidet. Da die Nieren den Stoff beinahe komplett filtriert, dient der Wert zur Überprüfung ihrer Funktionstüchtigkeit.

 

Ursachen eines erhöhten Kreatinin-Wertes

Besteht der Verdacht einer Erkrankung der Niere, bestimmt der Arzt den Kreatinin-Spiegel. Die Untersuchung überfolgt über den Urin und das Blutserum. Den im Labor ermittelten Wert vergleicht er mit einem Referenzwert. Letzterer hängt vom Alter und dem Geschlecht ab. Diagnostiziert der Arzt einen zu hohen Kreatinin-Spiegel, kommen unterschiedliche Ursachen infrage. Dazu gehören unter anderem:

  • akute oder chronische Nierenerkrankungen, zum Beispiel Niereninsuffizienz (Unterfunktion von einer oder von beiden Nieren)
  • Nierenschäden durch Flüssigkeitsverluste bei Erbrechen, Durchfall oder Dursten
  • akuter Muskelzerfall durch Quetschungen oder Verbrennungen
  • Eiweißmangel
  • Herzinsuffizienz

 

Kreatin senken durch Umstellen der Ernährung

Anschließend ergreift der behandelnde Arzt Maßnahmen, um das Kreatinin zu senken. Die Behandlung verfolgt das Ziel, die Ursache zu therapieren. Dadurch sinkt zugleich der Kreatinin-Spiegel. Löst eine Niereninsuffizienz die zu hohen Werte aus, folgt zunächst eine Umstellung der Ernährung, um das Kreatinin zu senken. Der Patient achtet darauf, weniger Eiweiß über die Lebensmittel aufzunehmen.

 

Dadurch verbessert er die Filterleistung und es entstehen weniger giftige Abfallprodukte. Zu Letzteren zählen neben Kreatinin auch Harnsäure und Harnstoff. Die erforderliche Reduktion der Proteinzufuhr hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Experten weisen die Patienten daraufhin, weiterhin auf den ausreichenden Konsum von Kalorien zu achten. Andernfalls entsteht eine mangelhafte Ernährung. Das mindert die Leistungsfähigkeit und erhöht die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten.

Im Hinblick auf eine Reduktion des Kreatinin-Wertes über die Nahrung raten Experten zu einer lakto-vegetabilen Ernährung. Hierbei handelt es sich um eine vegetarische Form der Nahrungsaufnahme, die einige Lebensmittel aus tierischer Herkunft erlaubt. Dazu zählen Milch, weitere Erzeugnisse aus Milch und Honig. Dagegen sind Eier nicht erlaubt.

 

Dialyse als letzte Maßnahme bei schwer geschädigten Nieren

Helfen die ergriffenen Maßnahmen bei Niereninsuffizienz nicht, das Kreatinin zu senken, empfiehlt der Arzt möglicherweise eine Dialyse. Der Fall tritt ein, sofern sich erste Anzeichen von Nierenversagen zeigen. Die Dialyse reinigt mit Hilfe einer Maschine das Blut und reduziert auf diesem Wege den Kreatinin-Spiegel.

 

Medikamente gegen Bluthochdruck reduzieren den Kreatinin-Spiegel

Unbehandelter Bluthochdruck schädigt gleichermaßen die Nieren. Sie sind nicht mehr in der Lage, alle Abfallstoffe zu filtern. Dadurch steigt der Kreatinin-Spiegel ebenfalls an. Deswegen sollten Patienten, die unter zu hohem Blutdruck leiden, dagegen Medikamente einnehmen.

Neben der Niereninsuffizienz existieren weitere Ursachen, die Maßnahmen zum Kreatinin senken erfordern. Bei der Herzinsuffizienz handelt es sich um die Unfähigkeit des Herzens, die benötigte Blutmenge ohne einen Anstieg des Drucks in die Herzvorhöfe zu pumpen. Die Ursachen der Herzinsuffizienz gestalten sich vielseitig. Zur Liste der Auslöser zählen ein erhöhtes Schlagvolumen, ein erhöhter Blutbedarf des Körpers infolge einer Blutarmut, eine reduzierte Kontraktionsfähigkeit des Herzens durch Schäden am Muskel oder ein erhöhter Pumpwiderstand. Die Therapie der Herzinsuffizienz zielt – wie beim Kreatinin senken – auf das Beseitigen der Ursache ab.

 

Zusammengefasst richten sich die Maßnahmen, um Kreatinin zu senken, nach der Ursache für den Anstieg der Werte. Häufig spielt bei der Reduktion des Wertes die Ernährung eine Rolle.

© Jacek Chabraszewski – Fotolia.com